Predigt am 2.So. in den Großen Fasten, dem Fest des Hl. Gregorios Palamas, dem 24.03.2019, in Freiburg i.Br.

Im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des Hl.Geistes. Amen. !
Hochwürdiger Vater Mircea, !
meine Geliebten im Herrn !
ich wurde für heute eingeladen, um bei Ihnen zu sein, wenn die 1. Hl. Liturgie dieser Gemeinde in
diesem Gotteshaus gefeiert wird. Doch zu diesem Thema erst am Ende dieser Predigt. !
Zuerst zum Hl.Evangeliums des heutigen 2. Sonntages in den Großen Fasten. Jeden Sonntag in der
Großen Fastenzeit stellt uns die Hl. Kirche ein Thema vor unser Herz, damit wir graduell gesehen
bergauf gehen, um am Ende dieser 6 Wochen „Christus ist wahrhaftig auferstanden“ rufen zu
können. !
Und um was geht es heute? Es geht um die Heilung des Gelähmten! Und Jesus sagt, der Gelähmte
ist doppelt gelähmt, nämlich 1. in seiner Seele, also geistlich gesehen, und 2. in seinem Körper, also
leiblich gesehen. !
Natürlich sieht Jesus den Glauben des Volkes, der sogar soweit geht, dass man ein Dach abdeckt,
um den Gelähmten in seinem Bett vor die Füße Jesu stellen zu können, aber ER sieht auch
gleichzeitig die anwesenden Theologen, die zweifeln und sogar lästern. !
Hier sind wir am tiefsten Sinn des heutigen Textes: die einfachen Menschen glauben, dass Jesus der
Sohn Gottes ist, aber die gebildeten Menschen zweifeln und lästern.— Möge daher Gott uns, die
wir heute hier versammelt sind, helfen, damit wir im Glauben stark bleiben und wir laut rufen:
„Herr, hilf meinem Unglauben (Mark. 9,24)!“ !
Denn nur wenn wir glauben, das Jesus der Sohn Gottes ist, haben wir auch die Kraft, die Werke des
Glaubens auszuführen, nur dann stärkt uns der Hl. Geist, damit wir Bäume werden, die Früchte
bringen. Lesen Sie daher in diesen heiligen 40 Tagen so oft wie möglich in dem Hl. Evangelium,
denn dort finden Sie Wasser, das ihren Durst stillen kann (Joh. 4,14). !
Und nun zum zweiten Thema des heutigen Sonntages, dem Gedächtnis des großen Theologen und
Erzbischofs von Thessaloniki (+1359), dem Hl. Gregor Palamas. Er war der Lehrer der Hl. Ruhe,
der Hesychia, und der Möglichkeit, schon hier auf Erden das Licht der Verklärung (Tabor) zu
schauen. Diese Lehre entwickelte er in Weiterführung der entsprechenden Kirchenväter – lehre. !
Da diese Lehre kompliziert ist, will ich nicht auf sie eingehen, man müsste dafür einen eigenen
Vortrag schreiben, der mindestens eine halbe bis eine Stunde dauern würde. !
Und zum letzten Teil der heutigen Predigt, unserem Kirchengebäude – Umzug von St. Cyriakus in
Freiburg – Lehen in diese Universitätskirche der Jesuiten in Freiburg – Zentrum. !
Zuerst einmal ist es ein Schmerz, das wir aus St. Cyriakus ausziehen mussten, ein großer Schmerz,
weil diese Kirche schön war und einen großen Saal besaß in welchem wir unsere Feste feiern
konnten. – Aber, vergangen ist vergangen, und heute beginnt ein neues Kapitel unserer Gottesdienst

  • Aktivitäten. Dies ist schwierig, vieles wird anders als seither und wir müssen uns in Geduld an
    neue Regeln und Prozeduren gewöhnen!!! !
    Daher will ich eine klare ERMAHNUNG aussprechen: Wir sind noch keine Mieter dieser Kirche,
    sondern wir sind hier auf Probe, ich wiederhole es klar und deutlich, auf Probe, für 9 Monate, bis
    zum 31. Dezember diesen Jahres, und das heißt, wir können auch diese Probe verlieren, wenn wir –
    Fehler machen! !
    Also, was wollen wir: Fehler in der Benutzung dieser Kirche machen, und sie Ende Dezember 2019
    verlieren, oder uns so verhalten, das der Vermieter sich über uns freut und uns einen Mietvertrag ab
    dem 01.01.2020 gibt??? !
    Es liegt also an uns, wie es mit diesem Kirchengebäude und unserer Parochie (Pfarrei) weitergeht,
    denn Jesus sagt, man solle zuerst den Balken im eigenen Auge sehen, bevor man den Span im Auge
    des Nächsten anklagt. !
    Wissen Sie also alle, das Sie wie in einer neuen Firma auf Probe eingestellt sind und zügeln sie ihre
    Kinder, denn sie sind erneut in einer deutschen katholischen Kirche zu Gast, die andere
    Verhaltensweisen des Benehmens erwartet, als wir dies in unseren eigenen Rumänisch-Orthodoxen
    Kirchen pflegen! !
    Zu all dem was in dieser Predigt bis jetzt gesagt wurde möge Gott uns Kraft geben, damit wir alles
    in die Praxis umsetzen können. !
    Und da sie morgen, Montag, den 25.03.2019, dem Hochfest von Mariä Verkündigung eine
    Gemeindeversammlung anberaumt haben, bitte ich sie inständig, sowohl an dieser Versammlung
    teilzunehmen, als auch Verantwortung für ihre Gemeinde dadurch zu übernehmen, das sie sich für
    zu wählende Ämter zur Verfügung stellen. !
    Denn ein Priester kann nicht alle Arbeit in einer Kirchengemeinde selber ausüben, sondern er
    benötigt dazu die Hilfe williger und verantwortungsbewusster Gemeindemitglieder. !
    Verzeihen sie mir bitte diese harten Worte, denn die Situation ist sehr ernst.

Die Rumänisch – Orthodoxe Kirchengemeinde “Der Heilige Menas” in Freiburg

Die Rumänisch – Orthodoxe Kirchengemeinde “Der Heilige Menas” in Freiburg gehört der Rumänisch-Orthodoxen Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa, die des Rumänischen Orthodoxen Patriarchats von Bukarest untergeordnet ist.

 

Die Gemeinde wurde in Dezember 2014  von Priester Mircea Tudorache, unter der Leitung des Erzbischofs Seraphim Joanta gegrundet.

Pr.-Mircea-Tudorache-265x300Pfarrer Mircea Tudorache  wurde am 20. März 1972 in Rasnov, Kreis Brasov geboren.

Er schloss sein Studium der Theologie in Pitesti und Arad ab. Er ist mit der Ana Maria verheiratet, und sie haben zwei Kinder.

 

Vater Mircea wurde im Jahr 2007 zum Diakon  und später als Priester durch Erzbischof Serafim eingeweiht. Zwischen 2007-2009 hat er als Diakon in Offenburg gedient.

Vor seiner Ankunft in Freiburg, war Vater Mircea Tudorache als Priester  zusammen mit Pfarrer Sebastian Suciu in Bonn tätig.